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Kamisimbi 2015_9Im Kongo geht der Schulbau los!

Mai 2017: Nun ist es so weit - die lange Zeit der Wartens und der behördlichen Verzögerungen ist endlich vorbei: In über 6000 Kilometer Entfernung - am Kivusee in der Demokratischen Republik Kongo- werden zurzeit die Bodenplatten für unsere Partnerschule errichtet! Es wurde ein LKW gekauft, um die Arbeit des Schulbaus zu erleichtern und die Baukosten zu senken. Auf dem LKW wird der Zement transportiert werden, der mit dem Erlös unseres Tags für Afrika 2016 erworben werden konnte. Mit der Verschiffung des LKW ist im Laufe des Monats zu rechnen. Die Übernahme der Transportkosten wurde erfolgreich beim Ministerium für Entwicklungshilfe beantragt. LKW Kongo

Des Weiteren werden Schultafeln (Scolaflex-Tafeln) für die ca. 300 Schülerinnen und Schüler gekauft und nach Kongo gebracht. Die Partnerorganisation des Vereins "Kongo für Kivu e.V." - "Action Le Vert" - hat schon viel Arbeit vor Ort geleistet, u.a. die Erlangung der Zollbefreiung für den LKW und den Erwerb des Bauplatzes der Schule. Der Schulbau soll in der nun beginnenden Trockenzeit fertig gestellt werden, da die Straßen in der großen Regenzeit nur schwer passierbar sind. Hier erfahren Sie mehr über die Arbeit von "Action Le Vert".

https://www.aktiv-gegen-kinderarbeit.de/2011/08/kongo-action-le-vert-baut-rehabilitierungszentrum-fur-ehemalige-kindersoldaten-und-kinderarbeiter/

Seit über 10 Jahren herrscht im Osten des Kongos ein grausamer Krieg. Verschiedene Gruppen bekämpfen sich immer wieder und überfallen Dörfer und Siedlungen. Am meisten betroffen sind Frauen, Kinder und alte Menschen. Noch immer werden tausende Frauen und Mädchen verschleppt und vergewaltigt, Kinder zum Kriegsdienst gezwungen und misshandelt, alte Menschen gefoltert und hingerichtet. Bildung und Arbeit sind für viele Menschen ein unerreichbares Gut.

Wir wollen helfen! Lesen Sie hier, was schon alles passiert ist:

2016: Spendenlauf der Grundschule und der ev. Kindertagesstätte Straßenhaus. Über 3.000€ wurden eingenommen und an den Verein "Kongo für Kivu e.V." gespendet.

  Hilfe für Kongo für Kivu e.V.

vl.n.r.- Christine Ehlscheid (Förderverein), Oliver Krehan (Konrektor), Erwin Orth (Lehrer), Brigitte Puderbach ( Lehrerin), Angela Wessel (Leiterin evangelische Kindertagesstätte Straßenhaus), Martina Schwarzkopf (Förderverein)

Kinder der Grundschule Straßenhaus und der evangelischer Kindertagesstätte Straßenhaus bei der Spendenübergabe an den Verein "Kongo für Kivu e.V."

Bei der Hilfsorganisation "fly and help" von Rainer Meutsch wurde erfolgreich ein Antrag auf Übernahme der Konstruktíonskosten für eine Schule mit Internat in der DR Kongo eingereicht. In der Zwischenzeit befindet sich das Geld bereits auf dem Vereinskonto.

 

2015

Die erste Reise in die Demokratische Republik Kongo ebnete die Wege für den Bau unserer Partnerschule am Kivusee. Die Familie unserer Kollegin Frau Brigitte Puderbach setzt sich mit ihrem Verein "Kongo für Kivu" dafür hauptverantwortlich und überaus engagiert ein. Unser herzliches Dankeschön gilt der Firma Staufen GmbH aus Wurmlingen für Scolaflex-Tafeln und zahlreiches weiteres Schulmaterial, der Sparkasse Neuwied für Buntstifte und Malbücher, der Raiffeisenbank Neustadt für Kugelschreiber, Anspitzer, Lineale und Radiergummis und den Schülerinnen und Schülern der Klasse 3b, die eine spontane Bastelaktion durchgeführt und mit dem Verkauf die stolze Summe von 100 Euro eingenommen und für die Partnerschule gespendet haben. Alle Sachspenden fanden im Kongo überglückliche Besitzer. Außerdem sind uns zahlreiche gut erhaltene Koffer überlassen worden. Vielen vielen Dank für all die Unterstützung! Wir sind mal wieder überwältigt! 

Hier der Reisebericht:

Grüße und ein herzliches "Aksante saana" (Vielen Dank) von den Kindern in Kamisimbi im Ostkongo

Mit vielen Eindrücken und neuen Erfahrungen kehrten Mitte August 6 Mitglieder des Vereins „Kongo für Kivu“ e. V. aus Muku-Kamisimbi im Ostkongo zurück.

 Mit unbeschreiblicher Freude, die sich auch durch Gesang und Tanz ausdrückte, wurden wir am 26.Juli in Muku-Kamisimbi aufs allerherzlichste empfangen. Ein Empfang, den wir so schnell nicht vergessen werden! Die Bevölkerung staunte sehr, als sie unsere 12 Koffer und 6 prallvoll gefüllten Rucksäcke sahen. 160 Jacken, 83 Hosen, 8 Paar Socken, 75 T-Shirts/Hemden, 43 Paar Schuhe, 40 Tafeln, Kugelschreiber, Bunt- und Bleistifte, Lineale und Vitamintabletten erreichten so unversehrt ihren Bestimmungsort. Die Verteilung der Spenden wurde vom Vorstand unserer Partnerorganisation „Le Vert“ äußerst gewissenhaft vorgenommen. Primär wurden Kinder mit Beeinträchtigungen und Kinder der bedürftigsten Familien bedacht. Fast alle Kinder leiden unter einer chronischen Bronchitis, da es in den Abendstunden in dieser Höhe von 2000 – 2500 m empfindlich kalt wird und die Kinder nur dünne, meist zerlumpte Kleider tragen. Für viele schien die neue Kleidung unfassbar! Sehr dankbar und mit strahlenden Augen bedankten sich die Kinder und trugen uns auf, diesen Dank an alle Spenderinnen und Spender weiterzusagen. Was wir hiermit gerne tun.

Aber nicht nur Kleidung wurde wie ein „warmer Regen“ empfunden. Stifte, Tafeln, Vitamintabletten und die gespendeten Koffer fanden die gewünschten Empfänger. Es lässt sich sehr schwer in Worte fassen, mit welcher Dankbarkeit und Freude alles empfangen wurde.

Die Anfrage nach einem geeigneten Grundstück zum Bau der geplanten Schule wurde von allen verantwortlichen Stellen positiv beantwortet. Ein Grundstück wurde uns auf einer ehemaligen Teeplantage, in sehr guter Lage, angeboten. Da im Kongo durch die Kriegswirren alle Administration mehr oder weniger chaotisch und langsam abläuft, warten wir nun auf einen Katastereintrag und die endgültige Umsetzung des Versprechens.

Für uns war es eine sehr ergreifende Reise, die uns in emotionale Höhen führte, die wir so von Deutschland her nicht mehr kannten. Wir sahen gleichzeitig auch in tiefe Abgründe von Leid, bitterer Not und Menschenrechtsverletzungen, die noch heute an der Tagesordnung sind.

Der Bitte des Begründers des Panzi-Hospitales in Bukavu und Träger des alternativen Friedensnobelpreises Dr. Denis Mukwege: „Erzählt allen, was hier geschehen ist und noch geschieht. Wir haben keine Stimme. Dieser Teil der Welt ist vergessen“, versuchen wir nachzukommen. Im Herbst werden wir dazu einen Vortrag mit Bildern der Reise halten. Der genaue Termin wird noch rechtzeitig bekanntgegeben.

Im Namen der Bevölkerung von Muku-Kamisimbi richten wir den allerherzlichsten Dank und beste Grüße an alle Spenderinnen und Spender.

Inzwischen gehört das Baugrundstück dem Verein und es wurde ein LKW angeschafft, der Baumaterial in den Kongo bringen und dann vor Ort für den Bau der Schule eingesetzt werden kann. Denn sowohl Baumaterial als auch Transportkosten sind vor Ort extrem teuer. In Schuljahr 2015/16 sammeln wir an unserem Tag für Afrika Geld, um Zementsäcke zu kaufen, die nach Afrika mitgenommen werden. Unsere Schulkinder leisten für das Geld gemeinnützige Arbeit innerhalb der Ortsgemeinde.